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Was kostet es eine Firma in den USA zu gründen?

Die 3 wichtigsten Kostenpunkte bei der Firmengründung

Was kostet es eine Firma in den USA zu gründen?

Die Antwort hängt natürlich vom gewählten Geschäftsmodell, der gewählten Branche und dem Bundesstaat ab, in dem man das Unternehmen gründen möchte. Laut einer Studie der Ewing Marion Kauffman Foundation von 2009 belaufen sich die Durchschnittskosten bei einer Neugründung eines Unternehmens auf etwa $30.000. Seit 2009 ist aber viel passiert. In der Dotcom-Ära ist es jetzt auch fast mittellosen Studenten möglich, ein Imperium in der Garage ihrer Eltern aufzubauen. 

In diesem Fall benötigt man oft nur einige Tausend Dollar. Jedes Unternehmen hat seine eigenen finanziellen Bedürfnisse. Man kann allerdings die Startkosten berechnen, indem man versteht, welche Kosten auf einen zukommen.

Bei der Gründung eines Unternehmens muss man ein besonderes Augenmerk auf diese 3 Kostenpunkte haben.

Staatliche Anmeldegebühren. Diese Gebühren richten sich nach Art des 

Geschäftsmodells und nach dem Bundesstaat, indem das Unternehmen gegründet 

wird. Corporations müssen staatliche Anmeldegebühren zwischen $50 und $200 entrichten. Für die Gründung einer LLC bezahlt man zwischen $50 und $500, der Durchschnitt liegt hier bei $127. In Florida bezahlt man für die Anmeldung einer LLC beispielsweise $125.

Zu den Anmeldegebühren zählt auch die Registrierung des Unternehmensnamens. Wenn man als Einzelunternehmen oder Personengesellschaft tätig ist, kann man den Firmennamen als fiktiven Firmennamen (DBA) registrieren lassen. Sollte man aus handelstechnischen Gründen die Registrierung des Namens in mehreren Bundesstaaten benötigen, so ist das auch möglich und kostet zwischen $50 und $150.

Hinzu können noch Kosten für eigene Lizenzen kommen, die das Unternehmen benötigt. Es gibt unzählige Unternehmenslizenzen. Für jede Branche werden eigene Lizenzen verlangt. Außerdem gibt es noch Home Occupation Permit, Zoning Permit, Health Department Permit, Sellers Permit etc.

Die Kosten dafür unterscheiden sich von Stadt zu Stadt. Jede Stadt hat auch ihre eigenen Anforderungen bezüglich der Anmeldung selbst, die mit der Geschäftslizenz verbunden sind. Normalerweise liegt der Preis für Lizenzen zwischen $50 und $400, es kann aber auch teurer werden. Dies hängt immer davon ab, welche Art von Geschäft man betreiben. Möglicherweise fällt auch zusätzliche Bearbeitungsgebühren von $25 an.

Insbesondere im Vergleich zu Deutschland, sind die staatlichen Anmeldegebühren in den USA aber sehr gering. Benötigen Sie keine Lizenzen o.ä., können Sie Ihr Unternehmen in Florida schon ab $70 gründen.

Jährliche Kosten. Wie in jedem Land üblich, fallen auch in den USA jährliche Gebühren an. Die bekannteste ist hier sicherlich jene des Annual Report, des Jahresberichts des Unternehmens. 

In Florida muss jedes Unternehmen zum Beginn des Jahres den Annual Report bei der Florida Division of Corporations einreichen. In- und ausländische Corporations zahlen dafür $150, LLCs $138,75. Hinzu kommen noch die Kosten für die jährliche Steuererklärung. Viele Steuerberater fertigen eine Steuererklärung bereits für unter $800 an, sodass auch die jährlichen Kosten einer US-Gesellschaft in der Regel unter $1.000 liegen.  

Steuern. Auch diese unterscheiden sich erheblich von Bundesstaat zu Bundesstaat. 44 Bundesstaaten erheben eine Körperschaftsteuer, die Raten reichen hier bis zu 12%. Florida ist hier recht günstig, die Körperschaftsteuer beträgt hier nur 5,5%. Befreiungen können dabei den effektiven Steuersatz einer Körperschaft nochmals erheblich senken.

Dazukommen können dann noch Sales Taxes, Franchise Taxes, Self-employment Taxes, Capital Gain Taxes, Social Security Taxes, State und Federal Income Taxes. Entscheiden Sie sich bei der Unternehmensgründung für ein Einzelunternehmen oder eine Personengesellschaft, vermeiden Sie die Unternehmenssteuern. Stattdessen zahlen Sie dann zusätzlich eine Self-Employment Tax und verschiedene Sozialabgaben. Mit anderen Worten: die Einnahmen des Unternehmens werden von dem IRS wie persönliches Einkommen behandelt und mit dem persönlichen Steuersatz besteuert. 

Soweit zu den initialen und laufenden Kosten einer US-Gesellschaft. Sicherlich müssen Sie als Unternehmer derartige Kosten im Blick behalten. Doch eines wird deutlich: Die USA gelten nicht umsonst als einer der unternehmer-freundlichsten Länder der Welt.

Das zeigt sich in der unkomplizierten und vergleichsweise sehr günstigen Gründung eines Unternehmens. Jedem Menschen steht die Möglichkeit offen eine US-Aktiengesellschaft zu gründen. Insbesondere im Vergleich zu Deutschland werden diese hervorragenden Bedingungen deutlich.

In Deutschland gilt die Aktiengesellschaft ausschließlich als Rechtsform für große Unternehmen für geeignet. Dazu ist es notwendig mindestens 50.000 € Stammkapital aufzubringen, sodass Kleinunternehmer nicht im Ansatz an die Gründung einer AG denken würden.

Hinzu kommen noch Notarkosten, Anwaltskosten, Eintragung ins Handelsregister. Dann folgen Lizenzen, Sonderlizenzen, Ansuchen etc. Die formalen Anforderungen bei einer deutschen AG und GmbH Gründung sind nicht zu unterschätzen. Die zu erfüllenden Bestimmungen oft sehr undurchsichtig und kompliziert. 

Der Unterschied zu den Staaten wird auch am Ende des Jahres deutlich. Während eine deutsche AG bis zu 70% ihrer Gewinne durch Steuern und Abgaben verliert, zahlt eine US-Corporation lediglich den prävalenten Steuersatz von aktuell 21%.

 

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